Was für ein Jahresstart

Die Zeit zwischen den Jahren, die nach einem meist vollen Dezember eine Wohltat der Ruhe ist und spätestens an Neujahr in angenehmes Nichtstun mündet, mag ich sehr. Am allerliebsten lass ich diesen Zustand den kompletten Januar andauern.

Dieses Jahr find ich es aber alles andere als ruhig. Nicht nur, weil ich mir etwas viel Familien- und Freunde-Besuche vorgenommen hatte, sondern weil die Welt extrem laut und beunruhigend ist. Allein innerhalb 48 Stunden katastrophale Meldungen aus Crans-Montana, Venezuela und dem Berliner Südwesten – wie soll man da ein FROHES NEUES wünschen. So schwer ist mir das noch nie gefallen. Ich hasse das Wort Omnikrise, finde es aber leider eine zutreffende Beschreibung.

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Wieder was mit Bildung

Pogrammplanung für die Future Skills Week 2025 auf Miro

Ups, I do it again …

… und wieder im Ehrenamt.

Aber ich hab da wohl eine Anhaftung. Lernen, Lehren, Inspirieren sowie das Organisieren und Konzipieren desselben … das geht einfach nicht weg. Das wird sogar eher mehr – sowohl im Lebens(ver)lauf, als auch in meinen Aufträgen und Rollen. Die Übernahme der Diesterweg* brachte es dann auch noch ’systemisch‘ in mein Leben, seitdem ist es noch schwieriger, aus der Bildungs-Nummer rauszukommen (und aus dem im-Ehrenamt-mit-viel-Zeitaufwand-tätig-sein).

Am nächsten Anlass bin ich selbst schuld. Ich hatte meinem Co-Vorsitzenden der Diesterweg Hochschule e.V. vorgeschlagen, dass wir der Future Skills Alliance beitreten, einer „Wirkungsallianz“ aktiver Bildungstreibenden mit Fokus auf Zukunftskompetenzen und dem Implementieren derselben im gesamten Bildungssystem.

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Utopien für alle

Utopisch – ein Wort, das man eigentlich benutzt, wenn etwas unumsetzbar scheint. Wieso sollte es also erstrebenswert sein, sich mit Utopien zu beschäftigen? Was taten tausend Menschen vom 29.-31. August 2024 auf dem Campus der Leuphana Universität in Lüneburg?

Im Schein der Utopie – der Daniel-Libeskind-Bau der Leuphana Universität in Lüneburg

Ich weiß gar nicht, warum ich vergangenen Herbst nicht über meine Erlebnisse bei der Utopie-Konferenz geschrieben hatte … Vielleicht weil das Nachsortieren so lange gedauert hatte, vielleicht, weil das Erlebte gleich in die Arbeit an einem neuen Workshopformat mündete, vielleicht auch, weil ich wochenlang erstaunt war, wie wenig im Nachgang dieser intensiven und inspirierenden Tage im Netz zu finden war. Alles zusammen kein Grund, nicht darüber zu schreiben. Dafür also jetzt, mit einem halben Jahr Verspätung, einen Tag nach der Wahl, am dritten Jahrestag des Beginns des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. Ein guter Zeitpunkt, sich mit Utopien zu beschäftigen.

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